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Worms, 1808: Der aus den Niederlanden stammende Kaufmann Peter Joseph Valckenberg besitzt bereits seit mehr als 20 Jahren ein florierendes Weinhandelshaus. Dann bietet sich ihm eine einmalige Chance. Unter der Herrschaft Napoleons - in Zeiten tiefgreifender gesellschaftlicher Umwälzungen - werden die Weinberge des soeben aufgelösten Klosters Liebfrauenstift meistbietend versteigert.

Der Kaufmann greift zu und beweist dabei ein exzellentes Gespür: Er erkennt den außerordentlich guten Ruf, den die Liebfraumilch unter Pilgern und Handelsreisenden aus aller Welt genießt. Schon einige Jahrhunderte zuvor versorgten Kapuzinermönche viele Pilger mit diesem Wein.

Unter der Regie von P.J. Valckenberg werden die Weine des Weinguts Liebfrauenstift als eine der ersten international erfolgreichen deutschen Weine vermarktet. Königshäuser und Herzöge in England und Skandinavien sind von den facettenreichen Weinen hingerissen. Der Beginn einer Leidenschaft, die auch heute noch Weinkenner in aller Welt verbindet.

Bis in die Gegenwart - durch alle Krisenzeiten hindurch - wurde dieses begehrte Stück Land von den Nachfahren Valckenbergs für den Weinbau bewahrt.

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